Über uns
Dresden, Aachen, Bochum.
Drei Städte in einem Namen. Mehr als hundert Jahre Verbindungsgeschichte lassen sich nicht in ein paar Absätzen erzählen – aber es gibt Stationen, die zeigen, woher Saxo-Thuringia kommt.
Wer wir sind
Farbentragend, nichtschlagend, katholisch.
Unsere Aktiven studieren überwiegend an der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule Bochum – in ganz unterschiedlichen Fachrichtungen. Ein Teil von uns wohnt gemeinsam in unserem Verbindungshaus in der Klinikstraße.
Wir sind farbentragend. Bei offiziellen Anlässen tragen wir Band und Mütze in unseren Verbindungsfarben Schwarz-Weiß-Grün. Wir sind nichtschlagend – Mensuren oder andere Formen des studentischen Fechtens gehören bei uns nicht zum Verbindungsleben.
Wir sind katholisch. Unser Glaube gehört zu unserem Selbstverständnis und zu den Grundlagen unserer Verbindung. Das heißt nicht, dass jeder Sonntag verplant ist. Es heißt vielmehr, dass Fragen des Glaubens, christliche Werte und die Verantwortung für andere bei uns ihren Platz haben. Unsere Veranstaltungen stehen auch Gästen und Freunden offen, die unseren Glauben nicht teilen. Mitglied unserer Verbindung können jedoch nur katholische Studenten werden.
Der Weg zu uns
- Erster Kontakt
- Du kommst zu einer unserer offenen Veranstaltungen und lernst uns und unser Verbindungshaus kennen. Ganz unverbindlich. Unsere Türen stehen auch Gästen offen, die nicht Mitglied werden können oder wollen. Entscheidend ist zunächst, dass wir miteinander ins Gespräch kommen.
- Fuxenzeit
- Wenn du katholischer Student bist, dir vorstellen kannst, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, und wir zueinander passen, kann die Fuxenzeit beginnen. Als Fux trägst du zunächst die Farben Weiß-Grün. Ein Bursch begleitet dich durch diese Zeit. Du lernst unsere Verbindung, ihre Traditionen und Werte sowie den Cartellverband näher kennen – und wir lernen uns gegenseitig besser kennen.
- Bursch
- Nach der Fuxenzeit wirst du Bursch und trägst das vollständige Band in Schwarz-Weiß-Grün. Du hast Sitz und Stimme im Convent und gestaltest das Verbindungsleben selbst mit. Denn Mitgliedschaft bedeutet bei uns nicht nur, dabei zu sein, sondern auch Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
- Alter Herr
- Mit dem Ende des Studiums endet die Verbindung nicht. Als Alter Herr bleibst du Teil der Saxo-Thuringia. Die Alten Herren unterstützen die Aktivitas, tragen das Verbindungshaus mit und bleiben Ansprechpartner, Freunde und Teil einer Gemeinschaft über Generationen hinweg.
Geschichte
Über hundert Jahre in fünf Stationen
Wie aus einer 1920 in Dresden gegründeten Studentenverbindung unsere heutige Gemeinschaft in Bochum geworden ist.
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1920
Gründung in Dresden
Am 6. Januar 1920 wurde Saxo-Thuringia in Dresden gegründet und noch im selben Jahr in den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen aufgenommen. Damit begann eine Verbindungsgeschichte, die später durch mehrere Städte und sehr unterschiedliche Zeiten führen sollte.
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1935
Das vorläufige Ende unter dem Nationalsozialismus
Die nationalsozialistische Herrschaft ließ für eigenständige katholische Studentenverbindungen zunehmend keinen Raum. Auch Saxo-Thuringia konnte unter diesen Bedingungen nicht fortbestehen und musste sich im Jahre 1935 auflösen. Damit endete zunächst das aktive Verbindungsleben – nicht aber die Gemeinschaft der Mitglieder.
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1951
Wiederbegründung in Aachen
Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Rückkehr nach Dresden unter den politischen Verhältnissen in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR nicht möglich. Deshalb fand Saxo-Thuringia im Westen eine neue Heimat: 1951 wurde die Verbindung in Aachen wiederbegründet. 1957 kam ein eigenes Zuhause hinzu. Saxo-Thuringia übernahm von der K.D.St.V. Franconia das Verbindungshaus in der Kruppstraße 12. Dresden lag hinter der Verbindung, doch ihre Gemeinschaft und ihre Tradition lebten in Aachen weiter.
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1967
Neuanfang in Bochum
Zehn Jahre später führte der Weg der Saxo-Thuringia nach Bochum. Die wenige Jahre zuvor gegründete Ruhr-Universität bot einen neuen Hochschulstandort und damit eine neue Perspektive für die Verbindung. Für Saxo-Thuringia begann an der Ruhr ein neues Kapitel ihrer Geschichte.
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Heute
Unser Zuhause am Stadtpark
Seitdem ist unser Verbindungshaus in der Klinikstraße 87 der Mittelpunkt unseres Verbindungslebens. Hier wohnen Studenten, hier treffen sich Aktive und Alte Herren, hier wird diskutiert und gefeiert – und hier wird aus gemeinsam verbrachter Studienzeit eine Gemeinschaft, die weit darüber hinausreicht. Aus einer Gründung in Dresden, dem Wiederbeginn in Aachen und dem Neuanfang in Bochum ist eine Verbindung geworden, die heute mehrere Generationen zusammenführt. Die Orte haben sich geändert. Der Gedanke ist geblieben: Gemeinschaft während des Studiums – und weit darüber hinaus.
Fragen
Häufige Fragen, offen beantwortet.
Wird bei euch gefochten?
Nein. Wir sind nichtschlagend, wie alle katholischen Studentenverbindungen im CV. Mensuren gehören bei uns nicht zum Verbindungsleben.
Muss ich katholisch sein?
Um uns kennenzulernen oder zu unseren offenen Veranstaltungen zu kommen: nein. Um Mitglied der Saxo-Thuringia zu werden: ja. Wir sind eine katholische Studentenverbindung und dieses Selbstverständnis gehört für uns dazu.
Was kostet das?
Als Aktiver zahlst du einen Semesterbeitrag. Wenn du in unserem Verbindungshaus wohnst, kommt die Miete hinzu. Sie beträgt je nach Zimmer zwischen 295 und 335 Euro warm. Versteckte Kosten gibt es nicht – was finanziell auf dich zukommt, sagen wir dir vorher.
Wie viel Zeit kostet das?
Verbindungsleben braucht Zeit – schließlich lebt Gemeinschaft davon, dass man sich beteiligt. Es gibt regelmäßige Abende und einzelne Veranstaltungen am Wochenende. Aber das Studium geht vor. Gerade in Prüfungsphasen weiß jeder, dass anderes wichtiger ist.
Muss ich bei euch wohnen?
Nein. Ein Teil unserer Aktiven lebt im Verbindungshaus, andere wohnen außerhalb. Das Haus ist Mittelpunkt unseres Verbindungslebens – aber keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft.
Kann ich einfach mal vorbeikommen?
Ja. Genau dafür gibt es unsere offenen Veranstaltungen. Du kannst uns kennenlernen, dir das Haus anschauen und dir selbst ein Bild machen. Daraus entsteht keinerlei Verpflichtung.
Was bedeutet „farbentragend“?
Unsere Farben sind Schwarz-Weiß-Grün. Als Mitglieder tragen wir bei bestimmten Veranstaltungen Band und Mütze. Im Uni-Alltag laufen wir natürlich nicht ständig damit herum.
Was habe ich davon, Mitglied zu sein?
Im besten Fall ziemlich viel: Menschen, mit denen du dein Studium und deine Freizeit teilst, Freunde auch außerhalb deines eigenen Studiengangs und Kontakte zu Mitgliedern verschiedener Generationen.
Sind Studentenverbindungen nicht ziemlich aus der Zeit gefallen?
Das kannst du am besten selbst beurteilen, wenn du uns kennenlernst. Manche unserer Traditionen sind mehr als hundert Jahre alt. Gleichzeitig studieren und leben unsere Aktiven im Bochum von heute. Gemeinschaft, Freundschaft, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung halten wir jedenfalls nicht für überholt.